Lichtlounge

Eine Bloggerin auf der Suche
nach dem schönsten Tageslicht

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Wenn die Fitbit zweimal klingelt

„Lust auf weitere 250 Schritte?“ – „Fast geschafft! Noch 135 Schritte für dein Stundenziel!“ – „Hi Daniela, wie wäre es mit einem kleinen Spaziergang?“

Mindestens einmal pro Stunde macht sich der kleine Motivator am Handgelenk mit einem Vibrieren bemerkbar. Damit ich in meinem sitzenden Alltag auch nicht vergesse, dass Bewegung guttut. Okay, dann lasse ich mich eben motivieren und gehe zur Teeküche. Schließlich sagt mir das meine Fitbit. Heißer Tee klingt ja bei den winterlichen Temperaturen da draußen nicht allzu schlecht.

Der nächste Blick auf meinen Fitnesstracker offenbart mir jedoch, dass wohl auch der zweite Gang zur Teeküche nicht ausgereicht hat. Die verbrannten Kalorien hauen mich nicht wirklich vom Hocker. Sieht so aus, als würde ich um das heutige Workout nicht herumkommen. Aber laufen gehen? Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt…?
Gut, die Sonne scheint. Das ist schon mal ein Pluspunkt! Und dass Tageslicht für unser Wohlbefinden und unseren biologischen Rhythmus essentiell ist, merken wir spätestens, wenn wir in den Winterblues fallen. Also doch: frische Luft, Tageslicht, Bewegung. Inneren Schweinhund überwinden und raus – wenigstens drei Kilometer joggen.

Draußen angekommen, bereue ich meine Entscheidung sofort. Es ist kalt, glatt und feucht. Mein Gesicht fühlt sich schon nach zwei Minuten an, als würden Eiskristalle darauf wachsen. Aber ich bin schon mal angezogen – dann eben ab ins Fitnessstudio.

Da bekomme ich aber nichts mehr von dem essentiellen Tageslicht ab, das mich aus meinem Tief holen soll? Was, wenn ich behaupte, dass dem nicht so ist? Dass ich in ein Fitnessstudio strample, das nicht von schummrigem elektrischen Licht beleuchtet wird – sondern von Tageslicht und Sonnenstrahlen durchflutet ist? Und mich auch noch eine angenehme Raumtemperatur mit Frischluft-Kick empfängt?

Wie das funktioniert? Ein Blick nach oben: Oberlichter, die nicht nur die wunderbare Sonne hineinlassen und so eine dreimal höhere Lichtausbeute als Fassadenfenster ermöglichen, sondern auch einen Spalt breit geöffnet sind, um das Studio mit Frischluft zu fluten.

Also ab aufs Laufband, endlich die vibrierende Fitbit zufriedenstellen.