Lichtlounge

Eine Bloggerin auf der Suche
nach dem schönsten Tageslicht

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Neues Projekt: Ich hole mir die Pyramide aufs Dach

Auf meiner Suche nach besonderen Orten mit dem schönsten Tageslicht, bin ich auf das Tiny House Village in Mehlmeisel gestoßen. Ich war völlig überrascht, dachte ich doch zuvor, dass dieser Wohntrend bisher hauptsächlich in Amerika gelebt wird. Also habe ich dieses Dorf besucht.

Auf meinem Weg dorthin haben mich Fragen begleitet wie: Wie klein ist wohl so ein Tiny House? Reichen knapp 20 Quadratmeter wirklich zum Leben? Vielleicht sogar zu zweit? Ist es nicht sehr beengt? Und wie viel Tageslicht kommt hinein? Auch wenn ich zuvor einige Fotos von Tiny Houses gesehen habe, hatte ich doch Bedenken, dass es möglicherweise ganz schön dunkel sein könnte. Und in einem dunklen Haus wohnen? Das wäre nichts für mich.

Dort angekommen atmete ich erst einmal tief ein. Ich glaube, man hat keine andere Wahl, als durchzuatmen – so frisch ist die Luft auf diesem ehemaligen Campingplatz, den Steffi und Philipp für ihr Tiny House Village gekauft haben. Und die Tiny Houses? Sind wirklich kleine gemütliche Häuser auf Rädern, mit großen Fassadenfenstern. 

Nicht, wie ich befürchtet hatte, mit bullaugenähnlichen Gucklöchern, durch die kaum Tageslicht eindringt. So kennt man es ja oftmals von Wohnwagen.

Und schon spielte meine Fantasie verrückt. Wie schön wäre ein kleines Häuschen, das das Wichtigste vereint – Küche, Sanitär, Wohn- und Schlafbereich – für ein geschmälertes Budget? Ich stelle mir das wunderbar vor! Ein Rückzugsort, eine Zuflucht, eine kreative Oase. Nachhaltig und mit knappem Budget das eigene Dach über dem Kopf finanzieren. Zuerst hörten sich 20 Quadratmeter oder weniger nach einer ziemlich beengten Behausung an. Doch mit etwas Kreativität kann man sich selbst beeindruckende Loft- oder Maisonettelösungen gestalten. Das zeigen spätestens die Bewohner des Tiny House Villages.

Aber da es für mich nie genug Tageslicht sein kann, spielte meine Fantasie weiter: Wie wäre es zum Beispiel mit einer Glaspyramide als Dach über dem Bett? Ich stelle mir das grandios vor. Am Tag beim Kochen die Sonne genießen. Sollte es doch einmal zu viel oder zu warm sein, könnte ich einfach die Beschattung schließen. 

Wenn ich abends im Bett liege und sich über mir der Sternenhimmel in voller Pracht erstreckt? Oder am Tag das ganze Haus nur so geflutet wird von Sonnenstrahlen? An einem regnerischen Tag würde ich mich in meine Kissen kuscheln und im Bett meine neueste Literaturausbeute lesen, begleitet von einem angenehmen Prasseln. Da fühlt sich nichts mehr beengt an. Spätestens wenn ich daran denke einen oder mehr Flügel der Glaspyramide zu öffnen, um Frischluft in mein Tiny House zu lassen, klingt das nach einer herrlichen Lösung für meine Suche nach meiner eigenen kleinen Oase.